Bäume pflanzen im Zukunftswald

11. April 2016

Gleich nach der Plant-for-the-Planet Akademie im Oktober 2015 kam bei unseren Klimabotschaftern am GG der Wunsch auf, so richtig viele Bäume im Wald zu pflanzen, um einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Natürlich wurde diskutiert, ob eine solche Pflanzaktion überhaupt sinnvoll sei, weil doch Waldbesitzer ohnehin Bäume nachpflanzen, man selbst die Gesamtzahl der Bäume durch ein solches Engagement also gar nicht vermehre.

Wir beschlossen, uns an einen Fachmann von der Bayerischen Forstverwaltung zu wenden.

Und wir hatten Glück: Herr Holzäpfel, unser Ansprechpartner, war begeistert von unserer Idee und stieß bei Herrn Bilo, bei der Stadtverwaltung Grafing u.a. zuständig für den Bereich „Umwelt“, auf ebenso offene Ohren. Es fand sich ein Pflanzgebiet im Grafinger Stadtwald; die Stadt Grafing stellte 100 Tannen-Setzlinge zur Verfügung. Es konnte losgehen.

So zogen am frühen Nachmittag des 11. April vierzehn Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen in den Grafinger Stadtwald, ließen sich von Herrn Holzäpfel erklären, wie man Bäume pflanzt, und stellten fest, dass die kleinen Setzlinge doch recht tiefe und damit große Pflanzlöcher benötigen, um im Sommer nicht im lockeren Humus zu verdursten. Aber am frühen Abend war es dann geschafft: 100 Miniatur-Tannen standen in Reih und Glied unter großen Fichten.


Zurück zu Ausgangsfrage: War unser Engagement überflüssig, weil die Stadt  Grafing hier ohnehin aufgeforstet hätte?

„Nein“, meinte Herr Holzäpfel. „Das Pflanzgebiet wurde für diese Aktion ganz gezielt ausgesucht, um den Wald in diesem Bezirk zukunftsfähiger zu machen. Und das hängt mit den Tannen zusammen, die hier gepflanzt wurden. Es gibt hier ansonsten keine Tannen, aber Tannen halten dem Klimawandel viel besser stand als Fichten. Sie wurzeln tiefer und sind so widerstandsfähiger gegen längere Trockenperioden. Auch befallen die Borkenkäfer, die Todfeinde unserer Fichtenbestände, Tannen in der Regel nicht. Und wenn diese Setzlinge etwas größer sind, entwickeln sie Tannenzapfen und der Wind trägt die Samen in andere Bereiche des Waldes, wo so im Laufe der Jahre eine Naturverjüngung und dann ein Mischwald entsteht, der gegen die Klimaerwärmung gewappnet ist: Zukunftswald eben.“

    

Ein paar grundlegende Informationen zur Bedeutung und Pflege der Wälder
        im Klimawandel sind hilfreich und nützlich …

… aber noch wichtiger sind heute die Bedürfnisse der kleinen Setzlinge.

Wer derart sorgfältig gesetzt wird, wird bestimmt groß und stark …

     

Kooperation hier …

     

…  wie dort … 

          


… und Mädchenpower sowieso


Wir danken  Herrn Holzäpfel von der Bayerischen Forstverwaltung und Herrn Bilo als Vertreter der Stadt Grafing für die gelungene Zusammenarbeit.


zuletzt geändert am 29.04.2016, 11:03