Ausgezeichnet!

Für seine vielfältigen Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes und für den unermüdlichen Einsatz vieler Schüler um mehr Gerechtigkeit in der „Einen Welt“ wurde das Gymnasium Grafing mit dem Titel „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda-21-Schule“ von der bayerischen Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Frau Ulrike Scharf, ausgezeichnet.

Zu den zahlreichen Klimaschutzaktivitäten des Gymnasiums Grafing gehörte im letzten Schuljahr die Ausrichtung einer Plant-for-the-Planet-Akademie in Kooperation mit der Energieagentur Ebersberg. Plant-for-the-Planet-Akademien sind Teil des Weltaktionsprogrammes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen und vermitteln Kindern ab neun Jahren nicht nur einen Einblick in die Klimaproblematik, sondern  motivieren sie auch, selbst aktiv zu werden und von den Erwachsenen umweltgerechtes Verhalten einzufordern.

Hier setzte dann eine weitere Aktivität der Grafinger „Klimakinder“ an: Eine Schülergruppe trug dem Landrat, Herrn Niedergesäß, die Bitte vor, in den Landkreisschulen und der Verwaltung ausschließlich Recyclingpapier zu verwenden. Erfolg und gleichzeitig Auftrag zum Weitermachen bedeutete das Versprechen einer zunächst 50%igen Umstellung. Zu den besonderen Vorlieben der jungen Klimaschützer zählte aber das Bäumepflanzen - durch den Verkauf (und den Verzehr!) der „Guten Schokolade“,  womit u.a. Aufforstungsprojekte in Peru und Mexiko finanziert werden, aber auch ganz konkret im Grafinger Stadtwald, wo die Kinder zum Spaten griffen und 100 Tannen gepflanzt haben. Der „Baumzähler“ des GG zeigt nun 367 Bäume.

„Solidarität und Mitverantwortung für die Eine Welt“ hieß das zweite der beiden Handlungsfelder, die Grundlage für die Auszeichnung waren. Hier zeigt das Gymnasium Grafing seit Jahren Gesicht, z.B. durch den Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ mit seiner vorweihnachtlichen Sammlung für die Grafinger „Tafel“ oder mit dem Spendenlauf zugunsten des Vereines EFI e.V., der weltweit Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Ländern mit niedrigem medizinischem Standard fördert.

Aber auch der „Soziale Tag“, an dem Schüler einen Job annehmen und ihren Verdienst in ein soziales Projekt fließen lassen, organisiert durch die SMV, leistet jährlich seinen Beitrag zur Verkleinerung der weltweiten Gerechtigkeitslücke, ebenso der Kuchenverkauf an den Elternsprechtagen, dessen Erlös einer Partnergemeinde in Togo zukommt.

Dieser Vielzahl von Aktivitäten, von denen hier nur eine Auswahl angeführt ist, und der intensiven Vernetzung mit dem Landkreis Ebersberg, der Stadt Grafing, mit Vereinen und Unternehmen ist die Auszeichnung auf der höchsten Ebene zu verdanken, nämlich als „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda-21-Schule“ mit drei Sternen.



zuletzt geändert am 04.09.2017, 15:14