Der recycelte Zauberlehrling

28. und 29. März 2017

Ein kleines Singspiel für das Frühlingskonzert?
Oder weniger langweilig ausgedrückt: Ein szenisch unterlegter Rapp, an dem sich auch unsere Inklusionsklasse beteiligen kann? Da bot sich der „Zauberlehrling“ an. Und konnte man diesem Gedicht von Goethe nicht eine ökologische Wendung geben? Ist es nicht der Überfluss, der sich schließlich in sein Gegenteil verkehrt und umso bedrohlicher wird, je stärker er anschwillt?

Wir spitzten unsere Bleistifte und schließlich hatten wir den „Zauberlehrling“ um einige Strophen bereichert, die zwar künstlerisch nicht an das Werk des Dichterfürsten heranreichen, deren ökologischer Wert das Original jedoch weit übertrifft.
Der Applaus gab uns Recht.

... und hier eine Textprobe:

Opel, Daimler, Fiat, Ford
rasen gern von Ort zu Ort,
düsen über alle Straßen
können´s gar nicht bleiben lassen.

Radle, radle

manche Strecke,
dass die Erde
nicht verrecke
und so CO2 du sparest
viel mehr mit dem Fahrrad fahrest!

Plastikteller, Plastiktaschen

sind so praktisch, musst nichts waschen,
Kaffeetrinken auch beim Latschen
ist viel schöner als beim Ratschen ... (?)

Und wir alle konsumieren
neues Handy, neue Spiele
neue Jeans und neue Sweater,
neue Schminke, neue Sneaker
neue Kam´ra, neue Kette:
einmal die Konsumpalette.
Alles gibt´s im Überfluss -
aber halt, denn nun ist Schluss!




zuletzt geändert am 11.06.2017, 13:00