Unsere Energiescouts


Etwa die Hälfte unserer Energiescouts konnten wir für ein Gruppenfoto zusammentrommeln ...

Eigentlich wollten wir ursprünglich ganz kleine Brötchen backen: Die EbersbergerKlimaSchule „von unten aufbauen“ hieß die Devise. Aber dann war uns das doch zu wenig. Warum das Potenzial an engagierten Schülern, das wir im letzten Schuljahr mit unseren vielfältigen Aktionen geschaffen hatten, einfach verpuffen lassen?

Also gingen wir in die Klassen 5 bis 8 und fragten nach, ob sie Lust hätten, mitzuwirken an der „Rettung der Welt“. Wir verschwiegen nicht, dass dieses pathetische Ziel durch konsequente Arbeit vor Ort angesteuert wird: Heute an das Schließen von gekippten Fenstern erinnern und stattdessen das Stoßlüften empfehlen, morgen den Lehrer fragen, ob man nicht den Tageslichtprojektor ausschalten dürfe, weil dieser zeitnah wohl nicht mehr gebraucht werde usw., usw.

Auf Anhieb fanden wir 15 engagierte Klassen, die ihre Bereitschaft zum Mitmachen signalisierten. Sie wählten aus ihren Reihen je zwei Energiescouts, sodass wir nun über 30 Spezialisten für ressourcenschonendes Verhalten verfügen. Diese wiederum wählten aus ihrer Runde drei Sprecher, die KMV (Klimamitverantwortung), analog zur SMV.

Die Energiescouts sind dabei nicht „nur“ Aufpasser, sondern auch Multiplikatoren, die Mitschülern und Lehrern (und möglichst den Eltern und Geschwistern daheim) Zusammenhänge erklären, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu erreichen.

Neben diesen Kernaufgaben in ihrer Klasse sollen die Energiescouts ein offenes Auge haben für jegliche Ressourcenverschwendung auf dem Schulgelände, also für undichte Spülkästen in den Toiletten, schlecht eingestellte Helligkeitssensoren in den Gängen oder die Verwendung von Einwegverpackungen in der Mensa. Solche Beobachtungen werden an die KMV weitergegeben, die wiederum Kontakt mit der Umweltbeauftragten des GG aufnimmt und gemeinsam mit dieser Gespräche mit den Hausmeistern, dem Direktorat oder dem Landratsamt führt.


Unsere KMV, die schulinternen „Klimamanager“

Natürlich muss man eine Menge wissen, will man diesen Aufgaben gerecht werden. Geschult wurden die Energiescouts von zwei Klimamanagerinnen aus dem Team „Bildung“ der Ebersberger Energie-Agentur. ( Ebersberger Klimaschulen.pdf )


Hoch motiviert

Zwei Stunden lang durften die 10 – 13-Jährigen mit Strom, Wärme und Wasser experimentieren und beispielsweise darüber staunen, wieviel Muskelkraft die Stromerzeugung für die Stand-by-Schaltung eines Fernsehers auf dem Energiefahrrad erfordert oder wie kinderleicht man literweise Wasser beim Händewaschen sparen kann, wenn man nur einen Durchflussbegrenzer an den Wasserhahn schraubt …


Gespannte Aufmerksamkeit

Nun denn – viel Erfolg bei eurer Tätigkeit, liebe Energiescouts, und viel Spaß bei eurer kleinen, wohlverdienten Vergünstigung, der Nachtwanderung mit Fledermausdetektor im Ebersberger Umland!


zuletzt geändert am 11.06.2017, 16:03