Power to Change

21.2.2017, „Capitol“ Grafing


Herr Roughani, Herr Niedergesäß und Herr Lietsch (von links) im Gespräch mit Schülern

15-Jährige für die Energiewende gewinnen – oder sogar begeistern? Ja, das geht.


Das Rezept:
Man nehme

den Film „Power to Change – Die Energierebellion“ von Carl-A. Fechner -,

dazu Amir Roughani, einen dynamischen, für die Energiewende brennenden Unternehmer und Protagonisten des Films, der mit den Schülern die „Machbarkeit“ einer regenerativen Energieversorgung diskutiert -,

gewinne Fritz Lietsch,  Social Entrepreneur und Chefredakteur des Magazins „Forum Nachhaltig Wirtschaften“ als professionellen Moderator, der die Jugendlichen zu packen weiß und ihnen ihr elementares Interesse an der Energiewende vor Augen führt-,

und lade nicht zuletzt Landrat Niedergesäß ein, der das global bedeutsame Thema auf Landkreisebene herunterbricht und aufzeigt, dass die „Energierebellion“ bereits vor Ort stattfindet und genau hier stattfinden muss. Und dass sie eines braucht: Die Unterstützung durch die Bürger - und im Sinne der Nachhaltigkeit - : der jungen Bürger.

Auf seine Kernbotschaften reduziert zeigt der Film, dass der Ausstieg aus fossilen und atomaren Energieträgern innerhalb der nächsten 20 Jahre machbar ist. Das ist zunächst einmal tröstlich für alle, die Sorgen um das Klima und den durch Ressourcenhunger weltweit gefährdeten Frieden haben. Ebenso wichtig waren uns jedoch die „Energierebellen“, die der Film vorstellt: Der Siegeszug der alternativen Energien ist ohne das Engagement Einzelner nicht denkbar – sie bilden die „Cloud“ von Ideenträgern, Erfindern, Unternehmern, Initiatoren, Financiers …, die gerade dabei sind, die großen Energiekonzerne in Nöte zu bringen.

Sich dieser Bewegung anzuschließen, darin bestand der Appell an die jungen Zuschauer, zumal die „große“ Politik dazu tendiert, den (Arbeitsplatz-) Argumenten der (noch) mächtigen Energiekonzerne zu folgen, und dabei ignoriert, dass Arbeitsplätze allein durch Innovationen gesichert werden.

Im kleinen Kreis wurde schließlich der pädagogische Transfer dieses Appells in das Schulleben angedacht, wobei der Fokus selbstverständlich auf dem „Selbermachen“ durch die Schüler liegen muss:
Eine von den Schülern konzipierte und errichtete Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Altbaus, der demnächst renoviert wird? Taschengeldbasierte Finanzierung über die Ausgabe von Anteilsscheinen? Klimaneutralität durch eine spendenfinanzierte Baumpflanzinitiative in Kooperation mit Plant-for-the-Planet?

Innovatives Denken braucht Mut, innovatives Handeln Engagement. Da waren wir froh, dass Herr Schötz, unser Schulleiter, anwesend war und seine Unterstützung signalisierte.


zuletzt geändert am 01.03.2017, 10:07